FAQ

Hier versuche ich die Fragen zu beantworten, die mich als Kommentar, per Mail oder facebook-Nachricht erreichen. Da ein Großteil der Fragen immer wieder aufkommt, möchte ich die häufigsten Fragen hier beantworten. Falls euch andere Fragen auf der Seele brennen, postet diese doch einfach als Kommentar.


Woher nimmst du die Zeit zum Nähen? Ist das Studium nicht wahnsinnig zeitintensiv?

Ja, ist es, allerdings ist es mittlerweile ja auch fast vorbei. Wichtig ist ein gutes Zeitmanagement, damit man effektiv arbeiten kann und keine Zeit verschwendet. Ich kann mittlerweile gut abschätzen, wie lange ich für einen Schnitt brauche und kann das Nähen dann gut "dazwischen schieben", zum Beispiel wenn beim Kochen eine Pause entsteht.
Sicherlich kommen mir dabei auch zwei Punkte zugute, die man nicht einfach so beeinflussen kann.
Zum einen brauche ich wenig Schlaf. Ich bin nach wenigen Stunden ausgeschlafen, sodass ich ungefähr 3-4 Stunden mehr Zeit zur Verfügung habe als der Durchschnitt. Zum anderen bin ich was das Nähen angeht einfach routiniert. Ich nähe so gut wie nie nach Anleitung, lese höchstens mal kleine Besonderheiten nach, denn das Grundprinzip ist ja immder das gleiche. Zudem kenne ich meine Maschinen im Schlaf und muss nicht nachlesen, wenn ich die Einstellungen verändern muss.


Die perfekte Überleitung zur nächsten Frage, denn viele von euch möchten wissen, auf welchen Maschinen ich nähe und welche ich empfehlen kann. 

Ich kann mittlerweile einen umfangreichen Maschinenpark mein Eigen nennen, habe aber auch schon viele andere Maschinen ausprobiert. DIE Nähmaschine gibt es nicht! Grundsätzlich gibt es einiges, was meiner Meinung nach unentbehrlich ist, zum Beispiel würde ich die Möglichkeit den Nähfußdruck verstellen zu können immer einer größeren Stichauswahl vorziehen. Gleiches gilt für hochwertige Verarbeitung - lieber eine qualitative Maschine mit 50 Stichen, als eine wacklige, schlecht verarbeitete mit 200 Stichen.
Falls ihr euch eine Maschine kaufen möchtet, kann ich euch nur folgendes raten:
Notiert euch, was ihr mit der Maschine hauptsächlich machen möchtet, was sie unbedingt können sollte und wie euer Budget ist. Anhanddessen könnt ihr verschiedene Modelle raussuchen und im Idealfall probenähen. Nicht jeder kommt mit Maschinen von jedem Hersteller zurecht, da hilft nur testen, testen, testen. Trotzdem möchte ich auch den ersten Teil der Frage noch beantworten und euch meine Maschinen kurz vorstellen.

Nähmaschine:
bernette 330:
Diese mittlerweile 30 Jahre alte Vollmetallmaschine von bernette - einer Untermarke von bernina - ist ein absolutes Arbeitstier! Viele, viele Lagen Leder - kein Problem! Auf diesem Modell habe ich nähen gelernt, daher war es zum Teil auch ein von Emotionen geprägter Kauf. Als ich diese Maschine bei eBay Kleinanzeigen gesehen habe - kaum genutzt, super erhalten - frisch gewartet - musste ich sie unbedingt haben. Zum Glück stand mein Geburtstag vor der Tür und mein Freund hat zugeschlagen, bevor jemand anders sie kaufen konnte :)
elna eXcellence 680: Meine erste eigene Nähmaschine war die elna eXplore 220, eins der kleineren Modelle von elna, aber schon mit verstellbarem Nähfußdruck. Nachdem sie mir 2 1/2 Jahre treue Dienste geleistet hat, habe ich mich vergrößert und mir die elna eXcellence 680 gekauft. Die für mich wesentlichen Veränderungen sind der riesige Durchlass und die Stichbreite von 9 mm, denn die 150 zusätzlichen Stiche brauche ich kaum.

Overlock: Babylock enlighten
Die Babylock enlighten ist DIE Overlock im Hobbybereich, denn mit der automatischen Fadenspannung und den 12 Stichen ist sie nicht zu toppen. Ausschlaggebend für meine Entscheidung waren aber eigentlich das Jet-Air-System und der Insutriemotor. Das Einfädeln erledigt man innerhalb von Sekunden und der Motor lässt sie auch durch 6 Lagen Wintersweat wie durch Butter stechen. Zuerst war ich bezüglich der automatischen Fadenspannung skeptisch, denn ich bin schon ziemlich perfektionistisch, was das Durchscheinen der Fäden angeht. Beim Kauf hat der Techniker die Einstellung minimal verändert, sodass ich mit der Spannung zufrieden war und seitdem macht die Maschine quasi alles alleine :D
Angefangen habe ich damals mit der elna 344, die als Einsteiger- und Fortgeschrittenenmodell auch absolut zu empfehlen ist!

Cover: Babylock BLCS
Auch bei der Wahl der Cover bin ich am Ende bei Babylock gelandet. Neben Janome, brother und Bernina hat sie einfach am besten abgeschnitten. Auch die BLCS hat das Jet-Air-System und ist so innerhalb von Sekunden eingefädelt. Außerdem ist sie die einzige (mir bekannte) Cover, die am Nahtende aus dem Stoff herausketteln kann. Dadurch entfällt das lästige Verknoten und Vernähen der Fäden. Nachdem ich mit der Janome auch im Langzeittest nicht so gut zurecht kam und ständig Testnähte machen musste, um Fehlstiche zu vermeiden, bin ich wahnsinnig froh, dass die BLCS in der Hinsicht total unkompliziert ist. Der - im Vergleich zur Janome - relativ kleine Durchlass stört mich überhaupt nicht. Ich covere mit der Maschine auch Erwachsenenkleidung aus dickem Sweat ohne Probleme, sofern man den Stoff ordentlich durch den Durchlass führt, geht das ganz wunderbar.

Stickmaschine: brother innov-is V3
Die brother innov-is V3 ist für mich die perfekte Stickmaschine! Ich habe mich vor dem Kauf eine ganze Zeit informiert und in verschiedenen Foren mitgelesen und schnell war klar - wer einen kleinen Rahmen hat, möchte schnell mehr. Also habe ich mir verschiedene, für mich interessante Stixkdateien angeschaut und mich dann für diese Maschine entschieden. Mit den Rahmengrößen 10 x 10, 13x 18 und 18x 30 hat man so viele Möglichkeiten und kann nahezu alle Stickdateien nutzen. Optional gibt es ein Update auf 20 x 30 cm, aber das hat mir bisher nicht gefehlt. Das große Farbdisplay und die intuitive Bedienung waren für mich als Stickanfänger genau das richtige und auch die integrierten "Grundanleitungen", die zum Beispiel das Einfädeln oder Einspannen mit vielen Bildern erklären, finde ich super!


Welchen Plotter kannst du empfehlen und welches Zubehör ist sinnvoll?

Ich kenne nur die Schneidplotter der Firma Silhouette, zu Modellen anderer Hersteller kann ich nichts sagen. Die Plotter von Silhouette sind im Hobbybereich wohl am häufigsten vertreten, dicht gefolgt von brother.
Ich plotte mit der Silhouette Cameo II. Da für mich klar war, dass ich auch mal größere Bügelbilder oder Pappschachteln erstellen möchte, fiel die Wahl schnell auf dieses Modell. Egal, welches Material ich auf die Matte lege, die Cameo schneidet von Bügelfolien über Klebefolien bis Papier und Stoff alles.
Sinnvoll ist die Anschaffung der leichtklebenden Matte für Papierarbeiten, alternativ kauft man eine zweite Standardmatte, die dann nach einiger Benutzung sowieso weniger stark klebt. Zudem halte ich verschiedene Messer für verschiedene Materialien für sinnvoll. Ihr schneidet Papier ja auch nicht mit der Stoffschere, oder?
Zu meinem Zubehör gehört außerdem eine Transferpresse, die HobbyCut AA1-S. Da ich die aufgepeppte Kleidung teilweise wöchentlich wasche und wirklich stark beanspruche, wollte ich das Bügeleisen nicht mehr nutzen. Zum einen verlangt das eine Menge Kraft, zum anderen muss man nach einigen Waschgängen doch nochmal nachpressen.
Sowohl mit dem Plotter als auch mit der Transferpresse bin ich rundum zufrieden.


Welche Kamera nutzt du?

Ich habe zunächst mit einer kleinen Digitalkamera von Samsung fotografiert und habe mir später eine DSLR gekauft. Nur für den Blog hätte ich das niemals gemacht! Ich habe mir aber vorgenommen, den Kauf der Nikon D5200 zum Anlass zu nehmen das Fotografieren richtig zu lernen und wieder höufiger Fotos zu machen, sei es bei Ausflügen, bei Feiern oder einfach im Alltag. Aktuell befinde ich mich noch voll im Lernprozess, lese fleißig ein Kamerabuch, habe einen Fotokurs besucht und übe sooft es geht.


Wo kaufst du deine Stoffe?

Mittlerweile kaufe ich überwiegend im Internet, da die Auswahl der Stoffläden in meiner Umgebung stark abgenommen hat. Ich finde es schwierig, Händler zu finden, die schöne Damenstoffe anbieten, denn meist dreht sich das Angebot überwiegend um bunte Kinderstoffe.
Mindestens 90% der Stoffe kaufe ich bei Strandgutraeuber, Rebecca hat Stoffe, die genau meinem Stil entsprechen. Seit März 2016 gibt es auch den Strandgutraeuber-Laden in Ottweiler, der wunderschön eingerichtet ist. Immer wenn ich dort bin, fühle ich mich wie Zuhause. Sofern ich Zeit habe, hole ich meine Bestellung nämlich gern persönlich ab und verbinde das mit einem Nähtreffen oder einem Besuch im Saarland. Leider klappt das nur zwei- bis dreimal pro Jahr.
Zusätzlich kaufe ich auch gelegentlich bei Stoffwelten, Michas Stoffecke, Rotkaehlchen, lillestoff und Sonnenschnuckel ein.


Welche Schnitte nähst du gern? Welche eBooks kannst du empfehlen?

Die von mir verwendeten Schnitte sind immer auch in den letzten Zeilen des jeweiligen Posts aufgeführt, ebenso die verwendeten Materialien. Wer hier im Blog öfters liest, wird schnell feststellen, dass es Schnitte gibt, die ich häufig nähe und einige, die ich nur einmal nähe. Auch kann man schnell erkennen, dass ich bestimmte Schnittmuster-Designer bevorzuge.
Für Damen-Schnitte sind das zum Beispiel Fadenkäfer, mialuna und jolijou. Gern nähe ich auch Schnitte aus der Zeitschrift OTTOBRE design. Für Kinderkleidung kann ich euch klimperklein und KonfettiPatterns empfehlen und für Herrenkleidung würde ich euch gern KonfettiPatterns, mialuna und pattydoo ans Herz legen.
Bei allen genannten Labels gefallen mir die Schnitte, die Anleitungen sind umfangreich und die Passform gut.

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