Mittwoch, 11. Februar 2015

Heiße Hüpfer - Ein Backbuch auf Wanderschaft

Heute gibt es endlich mal wieder einen Post zum Thema Backen - fast ein Jahr ist es her, dass ich zuletzt ein Rezept hier vorgestellt habe.

Seit längerer Zeit verfolge ich den Blog rehlein backt von Rebecca. Rebeccas Blog ist ein wahrer Schatz für Backfeen und Naschkatzen, denn die Rezepte, die sie vorstellt sind einfach der Wahnsinn! Unbedingt probieren müsst ihr ihren Tassen-Brownie und den Schoko-Nuss-Tassenkuchen, die gibt es hier öfter mal eben zwischendurch.

Vor mehr als zwei Jahren hat Rebecca die Aktion "Ein Backbuch auf Wanderschaft - Für alle, die gern angeben!" ins Leben gerufen, von den Teilnehmern liebevoll "Ruth auf Reisen" genannt ;)
Dabei wird das Buch "Backen für Angeber" von Ruth Moschner von Teilnehmer zu Teilnehmer geschickt. Jeder probiert ein Rezept und notiert im Buch durch Post-Its, wie ihm das Gebäck gefallen hat und was man eventuell verbessern könnte. So löst Rebecca das Problem, dass man alleine unmöglich alle Rezepte ausprobieren kann und weiß am Ende hoffentlich, welche Rezepte lohnenswert sind ;)
Da es zu einigen Verzögerungen kam, sind einige Teilnehmer von der Aktion zurückgetreten, so konnte ich nachrücken, denn bei der ursprünglichen Anmeldung war ich zu langsam.

Letzten Donnerstag kam Ruth bei mir an und ich habe die noch verbleibenden Rezepte durchgeschaut. Nach langem Überlegen habe ich mich letzten Endes für die "Heißen Hüpfer" entschieden und wenn ihr bis hier durchgehalten habt, bekommt ihr gleich das Rezept mit Verbesserungsvorschlägen und ein paar Fotos.

Die Heißen Hüpfer sind Blätterteig-Pies mit Beeren-Chili-Füllung und Zimtsahne. Auf dem Bild sahen sie sehr vielversprechend aus, über mein Ergebnis von Sonntag dürft ihr euch dann gleich selbst eine Meinung bilden.
Da es im Winter nunmal keine frischen Johannisbeeren gibt, habe ich TK-Beeren genommen und diese sehr gut abtropfen lassen - keine gute Idee, denn die Beeren waren trotz Abtropfen zu saftig und die Pies sind nicht richtig fest geworden, sondern eher klebrig-matschig. Obwohl ich sie nach Ablauf der Backzeit noch etwa zwanzig Minuten bei 100°C im Ofen hatte - in der Hoffnung es verdampft noch etwas Flüssigkeit - konnte ich sie noch nichtmal auf einen Teller setzen, sondern nur von der Backform in Soufflé-Förmchen umlagern.

Auch wenn es optisch ein absoluter Reinfall war, haben die Heißen Hüpfer wahnsinnig gut geschmeckt. Schön fruchtig, nicht zu süß und bei den letzten Bissen auch ordentlich scharf, beim nächsten mal würde ich deshalb noch einen Hauch weniger gemahlene Chili nehmen. In Kombination mit der Zimtsahne war es eine Geschmacksexplosion, genau deshalb werde ich das Rezept im Sommer auch nochmal mit frischen Beeren ausprobieren. Ich hoffe, dass das Ergebnis dann besser wird, als am Sonntag :D

Zum Glück bin ich nicht die einzige, bei der das Rezept keine Jubelschreie ausgelöst hat. Sowohl auf den Post-Its im Buch, als auch in den jeweiligen Posts kann man nachlesen, dass es doch öfter Schwierigkeiten gab. Einige Rezepte sind auch gnadenlos durchgefallen. Jetzt möchte ich euch die optische Katastrophe aber nicht vorenthalten:






Falls ihr die Heißen Hüpfer trotzdem nachbacken möchtet, hier das Rezept für sechs kleine Pies:

6 Platten TK-Blätterteig (10x10 cm)
12 TL weiche Butter
6 TL Zucker
1 Eigelb
2 EL Milch
200g rote Johannisbeeren
200g Preiselbeerkonfitüre
1/2 TL gemahlene Chili

Den Backofen auf 200°C (190° Umluft) vorheizen. Die Blätterteigplatten mit der Häfte der Butter bestreichen und antauen lassen. Feuerfeste Förmchen (Durchmesser 5-8 cm) mit der restlichen Butter einfetten und zuckern. Mit einem runden Gegenstand, zum Beispiel einem Glas (Durchmesser ca. 10 cm), sechs Kreise aus Blätterteig ausstechen und den restlichen Teig in Streifen schneiden oder kleine Formen ausstechen. Mit den Teigkreisen die Förmchen auskleiden. Johannisbeeren waschen, die Stiele entfernen und mit der Preiselbeerkonfitüre und dem Chilipulver vermischen. Die Mischung in die Förmchen füllen und mit den Streifen und Formen aus Blätterteig bedecken, anschließend die Pies mit einer Mischung aus Eigelb und Milch bestreichen. Im vorgeheizten Ofen 20-25 Minuten backen und in der Zwischenzeit Sahne mit einem Hauch Zimt steif schlagen. Die Pies aus der Form lösen und mit der Zimtsahne anrichten.


Liebe Rebecca, ich freu mich, dass ich dabei sein durfte und bin gespannt, was Ruth auf ihrem weiteren Weg noch erlebt! Vielen Dank :)

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